Was ist ein Leck oder eine Leckstelle?

Ein Leck oder eine Leckstelle ist eine unerwünschte Öffnung an Bauteilen oder Rohrleitungen, durch die ein gasförmiges oder flüssiges Medium aus- oder eintritt. Der Volumenstrom des aus- oder eintretenden Mediums ist die eigentliche Leckage.

 

Leckortung

Lecks in Rohrleitungen, Undichtheiten auf Flachdächern, an Balkonen und Terrassen sowie Luftströmungen durch Gebäudehüllen sind nur einige Beispiele die zu Schäden an Gebäuden führen können. Zur Ortung dieser Leckstellen setzen wir verschiedene Systeme ein. Zur Grundausstattung gehören unterschiedliche Abhörtechniken (z. B. Frequenzanalysegeräte an Rohrleitungen, Analysegerät mit Mikrofonen zur Detektion von Geräuschen durch Holz zerstörende Insekten), Tracergas-Verfahren ( Formiergas mit 95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff und Helium), Korrelator (überwiegend für den Einsatz im Außenbereich) aber auch die Infrarot-Thermografie zur bildlichen Darstellung von Temperaturunterschieden. Um Undichtheiten auf Flachdächern zu orten setzen wir das Geesen-Potentialfeldmess-Verfahren, das Leopoma-Verfahren und dazu das Rauchgas-Verfahren ein. Kanal-TV, Endoskope und Videoskope werden für die optische Kontrolle von Leitungen und Hohlräumen eingesetzt. Mit Hilfe von Sperrblasen können  einzelne Abschnitte von Abwasserleitungen und Kanälen geprüft werden. Ist der Verlauf von Leitungen nicht bekannt, können diese mit der passenden Messtechnik ebenfalls geortet werden. Das gilt sowohl für metallische als auch nichtmetallische Leitungen.

 

Ist bei einer erhöhten Feuchtigkeitsbelastung nicht zu erkennen welches Wasser den Schaden verursacht hat, werden Proben zur Analyse entnommen. In ca. 97 % aller Fälle kann anschließend im Labor festgestellt werden, ob es sich um  Leitungs-, Kondensat-, Grund-, Oberflächen- oder Abwasser handelt.  In 3% der Proben liegt eine Vermischung dieser Wässer vor und eine Bestimmung ist nicht möglich.